REA-Gips

Die Unternehmen der AHG setzen neben Naturgips auch sogenannten REA-Gips ein. REA-Gips entsteht in den Rauchgas-Entschwefelungs-Anlagen der Kohlekraftwerke.
Bei der Verbrennung von Kohle entsteht aus dem darin enthaltenen Schwefel im Rauchgas Schwefeldioxid.
Das von StĂ€uben befreite Rauchgas wird in einem WĂ€scher mit einer Kalksteinsuspension besprĂŒht. Dabei bindet der Kalkstein das in den Rauchgasen enthaltene Schwefeldioxid und es entsteht Calciumsulfit.
Durch Einblasen von Luftsauerstoff wird das Calciumsulfit zu Calciumsulfatdihydrat oxidiert. In diesem großtechnischen Verfahren entstehen Gipskristalle von ca. 0,03 - 0,07 mm GrĂ¶ĂŸe. Durch anschließendes Waschen und Filtrieren entsteht ein Gips von hoher Reinheit.
Das Verfahren zur Gewinnung dieses Ersatzstoffes wurde von der Gipsindustrie entwickelt, um die VorrÀte an Naturgips zu schonen. Aber auch die Menge an REA-Gips ist nicht unendlich.
Bereits heute ist die Menge an verfĂŒgbarem REA-Gips nicht ausreichend, um den kompletten Bedarf zu decken. Aus diesem Grund kann REA-Gips den Naturgips nicht vollstĂ€ndig ersetzen.
DarĂŒber hinaus ist Naturgips wegen seiner besonderen Eigenschaften fĂŒr medizinische und besondere technische Anwendungen unverzichtbar.