Abbau

Bevor ein Abbau begonnen wird, muss das Vorhaben nach Immissionsschutz- oder Bergrecht genehmigt werden. Bei der Erarbeitung der für die Genehmigung benötigten Antragsunterlagen werden i.d.R. umfangreiche Gutachten, z.B. zur Hydrologie, zu den Umweltauswirkungen u.Ä. eingeholt. Die Unternehmen planen den Abbau so schonend wie möglich für die Umwelt.

Der Abbau in einem Gipssteinbruch erfolgt schrittweise, um die Auswirkungen auf das Landschaftsbild so gering wie möglich zu halten.
Zunächst muss der Abraum, d.h. der Boden, der sich über dem Gestein befindet, abgetragen werden.
Sobald eine genügend große Fläche freigelegt ist, wird der Stein durch Sprengung gewonnen.
Dazu werden die Bohrlöcher so in der Wand angeordnet und mit unterschiedlichen Sprengstoffen besetzt, dass die Sprengung so schonend ist, dass die Detonationen praktisch nicht wahrnehmbar sind. Der gelockerte Stein wird mit Baggern und Radladern auf LKW verladen und ins Werk transportiert.
Sobald der Abbau an einer Stelle beendet ist, wird die Fläche durch Planierungsarbeiten auf Geländeniveau angepasst und so auf die Renaturierung oder Rekultivierung vorbereitet.